Im Bundesland Bremen, von den Hafenquartieren bis zu den Wohnvierteln in Schwachhausen und Horn-Lehe, begleiten wir PV-Projekte gutachterlich von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Die TAB der wesernetz gelten einheitlich für Bremen und Bremerhaven und bilden die Grundlage jeder technischen Bewertung. Insbesondere bei Gewerbeanlagen in Hafennähe prüfen wir neben der TAB-Konformität auch die erhöhten Korrosionsschutzanforderungen.
Die wesernetz Bremen GmbH betreibt das Stromverteilnetz in Bremen und Bremerhaven für rund 570.000 Einwohner. Die küstennahe Lage bedingt erhöhte Anforderungen an den Korrosionsschutz elektrischer Anlagen. Bremen hat eine der höchsten PV-Dichten unter den norddeutschen Großstädten.
Bremen hat die Solarpflicht zuerst für den Bestand eingeführt. Nach dem Bremischen Solargesetz muss seit dem 1. Juli 2024 eine PV-Anlage errichten, wer eine grundlegende Dachsanierung beginnt. Gemeint ist die Erneuerung der obersten Dachschicht auf mindestens 80 Prozent der Fläche. Die Pflicht greift ab 25 m² Dachfläche und verlangt mindestens 1 kW Modulleistung. Für die Umsetzung bleiben zwei Jahre nach Abschluss der Sanierung.
Für Neubauten gilt das Gesetz seit dem 1. Juli 2025, maßgeblich ist der Zeitpunkt der Antragstellung. Bei mehr als 50 m² Dachfläche sind mindestens 50 Prozent mit Solarmodulen zu belegen. Die Anlage muss mit Beginn der Nutzung in Betrieb sein. Einen Nachweis verlangt die Behörde nur auf Anforderung, etwa über einen Auszug aus dem Marktstammdatenregister oder Unterlagen des Netzbetreibers.
Im Bestand entfällt die Pflicht, wenn die Dachfläche nicht hinreichend tragfähig ist. Die Senatspressestelle nennt diesen Fall ausdrücklich als Ausnahme. Einen Antrag braucht es dafür nicht, die Ausnahme gilt kraft Gesetzes. Fragt die Behörde nach, muss der Eigentümer die fehlende Tragfähigkeit aber belegen können. Dafür ist ein statisches oder bautechnisches Gutachten das übliche Mittel. Wir dokumentieren dabei Dachaufbau, Lastreserven und Befestigungsmöglichkeiten.
| Regelwerk | Geltungsbereich | Relevanz für PV |
|---|---|---|
| VDE-AR-N 4100 | TAR Niederspannung | Pflicht: Zählerplatz, HAK, Schutzkonzept |
| VDE-AR-N 4105 | Erzeugungsanlagen am NS-Netz | Pflicht bei Anschluss an das Niederspannungsnetz |
| VDE-AR-N 4110 | TAR Mittelspannung | Pflicht bei Anschluss an das Mittelspannungsnetz |
| Ergänzende TAB wesernetz | Regionale Ergänzungen | Netzbetreiberspezifische Anforderungen |
| Anforderung | Spezifikation |
|---|---|
| Zählertyp | eHZ, Dreipunktbefestigung |
| Überspannungsschutz | Kombiableiter Typ 1+2 (Pflicht bei Neuanlagen) |
| SLS-Schalter | selektiver Leitungsschutzschalter vor dem Zähler |
| Platzreserve | 1 Platz für Smart-Meter-Gateway |
| Potentialausgleich | an Haupterdungsschiene |
Balkonkraftwerke bis 800 W werden bei wesernetz im vereinfachten Anmeldeverfahren registriert. Bremen fördert Steckersolargeräte über das Landesprogramm.
Bremen liegt in der TenneT-Regelzone. Der zuständige Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) ist die TenneT TSO GmbH. TenneT verantwortet die Systemstabilität im Höchstspannungsnetz (220/380 kV).
| Ebene | Betreiber | Spannungsebene | Relevanz für PV/BESS |
|---|---|---|---|
| Übertragungsnetz | TenneT | 220–380 kV | Systemstabilität, EEG-Einspeisung |
| Verteilnetz | wesernetz | 0,4–20 kV | TAB, Netzanschluss, Zählerplatz |
| Kundenanlage | Anlagenbetreiber | 0,4 kV (NS) | PV-Generator, BESS, Wechselrichter |
Regionale Besonderheiten für Planung und Begutachtung in Bremen:
Bremens Nähe zur Nordsee bringt erhöhte Feuchtigkeit und Salzaerosole. PV-Module in den Überseestadt- und Hafenquartieren sollten nach IEC 61701 auf Salznebelresistenz geprüft werden.
Die Überseestadt Bremen bietet auf über 100 Hektar Gewerbefläche enormes Flachdach-PV-Potenzial. Die Umnutzung ehemaliger Hafengebäude erfordert statische Nachweise für die Dachlast.
In den Bremer Wohngebieten Schwachhausen und Horn-Lehe stoßen die Niederspannungsnetze bei PV-Zubau an Grenzen. wesernetz fordert zunehmend intelligente Einspeiseregelungen.
| Anlass | Unsere Leistung |
|---|---|
| Abnahme-Gutachten | TAB-Konformitätsprüfung, Mängelprotokoll |
| Streit mit Netzbetreiber | Unabhängige technische Bewertung |
| Anlagen ab 30 kWp, Mittelspannung, Kapazitätsengpass | Netzverträglichkeitsprüfung, Netzanalyse, Alternativkonzepte |
| Mängelgutachten | DIN VDE 0100-600, Thermografie, EL |
VDE-AR-N 4100 und 4105 (Niederspannung) bzw. 4110 (Mittelspannung) plus ergänzende TAB der wesernetz Bremen GmbH.
Ausschließlich durch den Elektrofachbetrieb. Details: wesernetz Website.
Muss VDE-AR-N 4100 und ergänzende TAB erfüllen. Ältere Schränke (vor 2010): eHZ, Überspannungsschutz, SLS. Kosten: 1.000–2.500 EUR.
Abhängig von Anlagengröße und Fragestellung. Kontakt: info@pv-bess-assessor.com oder +49 89 97 31 37 43.
Bei Anlagen ab 30 kWp, Mittelspannung, Netzverträglichkeitsfragen, Streitigkeiten mit dem Netzbetreiber, Abnahmen gewerblicher Anlagen.
Wir kennen die TAB der wesernetz aus der täglichen Praxis. Sprechen Sie uns an.
Kontakt aufnehmen| Adresse | wesernetz Bremen GmbH, Theodor-Heuss-Allee 20, 28215 Bremen |
| Telefon | 0421 359-0 |
| info@wesernetz.de | |
| Website | wesernetz: TAB |
Wir begutachten bundesweit. Die Seiten fassen die TAB des jeweiligen Netzbetreibers zusammen:
Augsburg Berlin Bielefeld Bonn Dortmund Dresden Düsseldorf Duisburg Frankfurt Hamburg Hannover Karlsruhe Köln Leipzig Mannheim München Münster Nürnberg Stuttgart
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-28 | Autor: Christoph S. Prestele, TÜV-zertifizierter Sachverständiger | Quelle: wesernetz Bremen GmbH