Köln, Deutschlands viertgrößte Stadt, ist für uns eines der aktivsten Gutachtergebiete in Nordrhein-Westfalen. Die Vielfalt der Projekte ist enorm: Mieterstrom-PV in den Veedeln, Gewerbespeicher im Kölner Norden, Schadensgutachten nach Unwetterereignissen. Die 2024 zu RheinNetz umfirmierte Netzgesellschaft hat eigene Ergänzungen zu den VDE-Normen, deren Berücksichtigung in unseren Gutachten ist selbstverständlich und zwingend.
RheinNetz (vormals RheinEnergie Netz, umfirmiert 2024) betreibt das Netz der Millionenstadt Köln. In den Veedeln Ehrenfeld, Nippes und Sülz bieten Gründerzeit-Flachdächer ideale PV-Flächen.
Die Stadt Köln fördert mit dem Programm „Photovoltaik: klimafreundliches Wohnen in Köln“ PV-Anlagen auf bestehenden Wohngebäuden, die mindestens fünf Jahre alt sind. Die Pauschalen reichen von 1.500 EUR (2 bis 5 kWp) bis 2.500 EUR (über 14 kWp), für Batteriespeicher mit zehn Jahren Garantie von 500 bis 1.300 EUR. Stecker-Solar-Geräte erhalten 150 EUR, mit KölnPass 300 EUR. Der Zuschuss deckt höchstens 60 Prozent der förderfähigen Kosten und ist auf 10.000 EUR je Gebäude und Jahr begrenzt. Planung und Inbetriebnahme müssen nachweisbar durch einen Fachbetrieb erfolgen (Stadt Köln).
RheinNetz nimmt Anmeldungen über das Online-Einspeiserportal an, frühestens sechs Monate und spätestens sechs Wochen vor Inbetriebnahme. Das Messkonzept ist spätestens vier Wochen vor Betriebsbeginn anzumelden. Seit Februar 2025 verlangt RheinNetz die ZEREZ-ID der Wechselrichter. Mehrere Anlagen auf demselben Grundstück, die innerhalb von zwölf Monaten in Betrieb gehen, gelten als eine Anlage (RheinNetz). Das wirkt sich auf Schwellen wie die 30-kW-Grenze des vereinfachten Verfahrens aus.
Nach § 42a BauO NRW gilt die Solarpflicht für Nichtwohngebäude seit 2024, für neue Wohngebäude seit 2025 und für Dachsanierungen, die ab dem 1. Januar 2026 beginnen. Bei Neubauten sind 30 Prozent der Dachfläche zu belegen, bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit Dachsanierung alternativ 3 kWp (Verbraucherzentrale NRW).
| Regelwerk | Gegenstand | Gilt für |
|---|---|---|
| VDE-AR-N 4100 | Anschluss Niederspannung | Zählerplatz, HAK, Schutzkonzept |
| VDE-AR-N 4105 | Erzeugung am NS-Netz | Pflicht bei Anschluss an das Niederspannungsnetz |
| VDE-AR-N 4110 | Anschluss Mittelspannung | Pflicht bei Anschluss an das Mittelspannungsnetz |
| Ergänzende TAB RheinNetz | Regionale Vorgaben | Netzgebiet |
| DIN VDE 0100-600 | Erstprüfung | jede Anlage vor Inbetriebnahme |
| Anforderung | Spezifikation |
|---|---|
| Zählertyp | eHZ im Dreipunktbefestigungssystem |
| Überspannungsschutz | Typ 1+2 Kombiableiter (Pflicht bei Neuanlagen) |
| SLS-Schalter | Selektiver Leitungsschutzschalter vor dem Zähler |
| Platzreserve | Mind. 1 Platz für Smart-Meter-Gateway |
| Potentialausgleich | Anschluss an Haupterdungsschiene |
Balkonkraftwerke bis 800 W können bei RheinNetz vereinfacht angemeldet werden. Die städtische Förderung für Steckersolargeräte ist im Abschnitt zur Kölner PV-Förderung beschrieben.
Köln liegt in der Amprion-Regelzone. Zuständiger Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) ist die Amprion GmbH, verantwortlich für Systemstabilität und EE-Einspeisung im Höchstspannungsnetz (220/380 kV).
| Ebene | Betreiber | Spannungsebene | Relevanz für PV/BESS |
|---|---|---|---|
| Übertragungsnetz | Amprion | 220–380 kV | Systemstabilität, EEG-Einspeisung |
| Verteilnetz | RheinNetz | 0,4–20 kV | TAB, Netzanschluss, Zählerplatz |
| Kundenanlage | Anlagenbetreiber | 0,4 kV (NS) | PV-Generator, BESS, Wechselrichter |
Regionale Punkte, die wir bei Planung und Begutachtung in Köln prüfen:
Köln liegt in der Rhein-Hochwasserzone. BESS-Installationen in Deutz, Poll und der Altstadt erfordern Hochwasserschutzkonzepte. Batteriespeicher müssen oberhalb des 200-jährlichen Hochwasserstands (HQ200) installiert werden.
Die Kölner Altstadt und das Martinsviertel stehen großflächig unter Denkmalschutz. PV-Anlagen erfordern Abstimmung mit dem Kölner Amt für Denkmalschutz und dürfen das Stadtbild nicht beeinträchtigen.
Wechselrichter müssen die Blindleistungsverfahren nach VDE-AR-N 4105 bzw. 4110 beherrschen, etwa cos(φ)- oder Q(U)-Kennlinie. Welches Verfahren und welche Sollwerte gelten, legt RheinNetz im Anschlussprozess fest. Fehlende Einstellungen verzögern oft die Inbetriebnahme.
Ehemalige Industrieflächen in Köln-Ehrenfeld und Nippes werden zu Gewerbeparks umgebaut. Die Dachsanierung dieser Altbauten erfordert statische Gutachten vor PV-Installation.
| Anlass | Unsere Leistung |
|---|---|
| Abnahme | TAB-Konformität, Mängelprotokoll |
| Streit mit Netzbetreiber | Unabhängige technische Bewertung |
| ab 30 kWp oder Mittelspannung | Netzverträglichkeit, Begleitung |
| Mängel | DIN VDE 0100-600, Thermografie, EL |
| Netzengpass | Netzanalyse, Alternativkonzepte |
VDE-AR-N 4100 und 4105 (Niederspannung) bzw. 4110 (Mittelspannung) plus ergänzende TAB der RheinNetz GmbH.
Ausschließlich durch den Elektrofachbetrieb. Details: RheinNetz Website.
Muss VDE-AR-N 4100 und ergänzende TAB erfüllen. Ältere Schränke (vor 2010): eHZ, Überspannungsschutz, SLS. Kosten: 1.000–2.500 EUR.
Abhängig von Anlagengröße und Fragestellung. Kontakt: info@pv-bess-assessor.com oder +49 89 97 31 37 43.
Bei Anlagen ab 30 kWp, Mittelspannung, Netzverträglichkeitsfragen, Streitigkeiten mit dem Netzbetreiber, Abnahmen gewerblicher Anlagen.
Wir kennen die TAB der RheinNetz aus der täglichen Praxis. Sprechen Sie uns an.
Kontakt aufnehmen| Adresse | RheinNetz GmbH, Parkgürtel 24, 50823 Köln |
| Telefon | 0221 178-0 |
| info@rheinnetz.de | |
| Website | RheinNetz: TAB |
Wir erstellen PV- und BESS-Gutachten bundesweit. Die folgenden Seiten fassen die technischen Anschlussbedingungen des jeweiligen Netzbetreibers zusammen:
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Zuletzt aktualisiert: 2026-11-03 | Quelle: RheinNetz GmbH